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4. April 2025

USC BasCats: Jetzt geht es um das große Ziel

Playoffs! Dieses Wort elektrisiert in Basketball-Kreisen jedes Jahr aufs Neue. Es symbolisiert den Beginn der entscheidenden Saisonphase, wenn es um Titel und Aufstiegsplätze geht.

Für die USC BasCats Heidelberg beginnt diese Phase mit dem Playoff-Achtelfinal-Hinspiel gegen den Tabellensechsten der 2. Bundesliga Nord, den Eimsbütteler TV. Am Samstag, 5. April, um 17 Uhr ist es soweit, dann erfolgt der Anpfiff für die hoffentlich lange Playoff-Serie, die für die Heidelbergerinnen mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga enden soll.

Den Nord-Sechsten Eimsbütteler TV kann man getrost als Emporkömmling bezeichnen. Vor zwei Jahren spielte der Verein aus dem Herzen Hamburgs noch in der 2. Regionalliga, wurde Meister und danach auch völlig überraschend in der 1. Regionalliga. Lange wurde beim Eimsbütteler TV überlegt, ob man den Sprung in die 2. Liga finanziell wagen kann. Per Crowdfunding halfen die Spielerinnen und Team-Managerin Anja Skuza mit. Letztlich fiel die Entscheidung positiv aus, auch um ein Vorbild für viele Nachwuchsbasketballerinnen in Hamburg zu sein. Die Hansestadt hatte seit zehn Jahren keinen Zweitligisten im Damen-Basketball.

Trainer der sehr erfahrenen Mannschaft ist der frühere Skyliners-Profi Freddy Kleemichen, Leistungsträgerinnen sind Power Forward Leonie Rosemeyer, die mit Rotenburg schon zweimal Zweitligameister geworden ist, die frühere Marburger Erstligaspielerin Jasmin Weyell sowie die Aufbauspielerinnen Amelie Kreutzfeld und Paula Alvarez Llorian aus Spanien. Die meisten Rebounds holt Miriam Sommerstedt, Chantal Neuwald punktet nahezu zweistellig. Zum Stamm gehört auch die frühere USC-Spielerin Vanessa Hofmann, auch Elisa Wendt, vornehmlich in der II. Mannschaft zum Einsatz gekommen, spielt beim ETV.

Die BasCats können zum Playoff-Auftakt mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf die Kanadierin Elizabeth Iseyemi zurückgreifen. „Sie wird vielleicht noch etwas eingeschränkt sein, aber sie spielt“, berichtete Cheftrainer René Spandauw. Helena Linder und Laurie Irthum wurden in der Pause wegen Sprunggelenksverletzungen geschont, sie sind aber einsatzbereit. Nicht so gut sieht es bei Carla Kochs Verletzung aus.

Nachdem die USC BasCats in knappen Spielen – vor allem auswärts – einige Male dem Druck nicht Stand halten konnten, sieht Spandauw das Team aktuell für die Playoffs gut gerüstet. Sicherlich hat auch der klare Sieg zum Hauptrundenabschluss gegen die Falcons Bad Homburg für Selbstvertrauen gesorgt. Sein Rezept klingt denkbar einfach: „Wenn wir gut verteidigen und den Ball nicht so oft wegschmeißen, können wir unser großes Ziel erreichen.“ Die BasCats haben gegenüber Eimsbüttel in jedem Fall den tiefer besetzten Kader. Vorausgesetzt, alle bleiben weitgehend gesund. Zu oft schon musste auf Iseyemi oder auch Hannah Cooper verzichtet werden.

Sollten die Heidelbergerinnen gegen Eimsbüttel in Hin- und Rückspiel (die Partie in Hamburg ist am 13. April um 16.30 Uhr) weiterkommen, würde es im Viertelfinale gegen den Sieger aus der Partie Osnabrück gegen Dillingen gehen, wiederum zuerst daheim. Das Heimspiel wäre am Ostersamstag (19. April).

Der Playoff-Modus ist durchaus umstritten. Dass gleich acht von zwölf Teams in die Playoffs kommen, wird nicht überall gutgeheißen, zumal viele Teams sich den Aufstieg organisatorisch oder finanziell gar nicht leisten können. Dass im Final Four mit vier Mannschaften dann ein einziges Spiel über die Saison entscheidet, ist ebenfalls durchaus in Frage zu stellen. Zumal der vermeintliche Ausrichter erst eine Woche vorher erfährt, ob er dabei ist.

Die USC BasCats hoffen auf ein volles ISSW am Samstag. Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Der Spieltag wird präsentiert von der Ladenburger Trampolinhalle Jump4all. Vor Ort bekommen die ersten 20 Kinder 50%-Gutscheine auf ihren nächsten Besuch im Jump4all. Im ersten Viertel werden kleine Bälle ins Publikum geworfen, die Fänger bekommen eine Trinkflasche und eine Freikarte für Jump4all.

Es ist angerichtet! Die Playoffs können beginnen.

Michael Rappe

Beitragsbild:  BasCats-Cheftrainer René Spandauw hat sein Team bestens auf den ersten Playoff-Gegner Eimsbüttel vorbereitet. Foto: Andreas Gieser

Elizabeth Iseyemi ist rechtzeitig zu den Playoffs wieder einsatzbereit. Foto: Andreas Gieser